Ein Klimagriff hilft dabei, regelmäßiger zu lüften und dadurch Schimmel zu vermeiden

Die meisten Schimmelschäden entstehen aufgrund eines falschen Lüftungsverhaltens. Demnach muss die Problembewältigung mehrheitlich dem richtigen Lüften gewidmet sein. Eine allgemein gültige Anleitung reicht leider nicht aus, denn die Umstände, die das Lüften beeinflussen, sind überall anders.

Empfohlen wird kräftiges Stoßlüften. Die Zeit, die benötigt wird, damit die feuchte Raumluft während des Lüftens komplett entweichen kann, hängt sowohl von der Größe des Fensters als auch vom Rauminhalt des Zimmers ab. Entscheidend ist zudem, ob es sich um einen Raum mit höherem Dampfaufkommen handelt oder nicht.

Effektives Lüften und Heizen gestaltet sich demnach von Raum zu Raum auf eine unterschiedliche Weise. Mit dem Raumgriff wurde nun ein System geschaffen, das sich den örtlichen Begebenheiten perfekt anpasst.

Der Klimagriff zeigt an, wie oft und wie lange gelüftet werden muss, damit sich keine Schimmelpilze bilden.

Der eingebaute Sensor misst die Raumtemperatur und die Luftfeuchtigkeit. Per Digitalanzeige werden beide Werte dargestellt. Die Signale erfolgen akkustisch und per LEDs. Grün bedeutet Fenster schließen, Gelb weist auf hygienisches Lüften hin und Rot fordert zum umgehenden Öffnen des Fensters auf, damit kein Schimmel entsteht. Weil das System die jeweilige Position des Fensters erkennt, lässt sich eine lückenlose Dokumentation über das Lüftungsverhalten erstellen. Die beigefügten Batterien halten in der Regel länger als zwei Jahre.

Ein Minicomputer protokolliert das Lüften

Schimmelschäden in der Wohnung geben nicht selten Anlass zu wiederkehrenden Konflikten mit dem Hausbesitzer. Während der Vermieter die Schuld beim Mieter sucht, versichert der Mieter, stets ausreichend gelüftet zu haben. Zwei unterschiedliche Meinungen, die zu keiner zufriedenstellenden Lösung der Auseinandersetzung führen.

Mit dem Klimagriff kann nun jeder Mieter beweisen, dass die Schimmelschäden nicht den eigenen Zuständigkeitsbereich betreffen. Die gespeicherten Daten listen Datum, Uhrzeit, die Temperatur, die relative Luftfeuchte und die jeweilige Position des Fensters akribisch auf. Ein Ausdruck dieses Protokolls beweist dem Vermieter, dass optimal gelüftet wurde und die Ursache des Schimmels woanders zu suchen ist.

Programmierung des Klimagriffs

Damit der Klimagriff einwandfrei funktioniert, muss er vor der Inbetriebnahme mit folgenden Daten „gefüttert“ werden:

  • Datum und Uhrzeit (erforderlich für das Protokoll)
  • Volumen des betreffenden Raums (errechnet sich aus Länge x Breite x Höhe)
  • Ausmaße des Fensters (Höhe und Breite gemessen am Flügel)
  • Nutzung des Raumes (Wohnraum, Bad, Küche oder Schlafzimmer)
  • Dämmstandard des Hauses (unsanierter oder sanierter Altbau oder Neubau)
  • Windanströmung
  • Gebäudelage
  • Klimaklassifikation
  • Eine eingehende Anleitung liegt dem Gerät bei.

Den Klimagriff montieren

Der Einbau geht relativ schnell über die Bühne. Zunächst muss der Fenstergriff in die Horizontale gebracht werden, damit die Griffschildabdeckung frei liegt. Wird diese Abdeckung zur Seite gedreht, besteht ein Zugriff auf die Schrauben. Nachdem der Fenstergriff entfernt wurde, lässt sich der Klimagriff aufsetzen. Die erneute Montage des Fenstergriffs erfolgt nun mit den längeren Schrauben, die zur Verpackungseinheit eines Klimagriffs gehören.

Garant für eine behagliche Raumatmosphäre

Der Klimagriff sorgt für eine Luftfeuchtigkeit, die sich positiv auf das Wohlergehen der Bewohner auswirkt. Zwischen 40 % und 60 % Luftfeuchte wird von uns Mensch als am angenehmsten empfunden. Relativ feuchte Luft belastet dagegen den Kreislauf. Manche Menschen reagieren auf eine zu hohe Luftfeuchtigkeit mit Schwindel, Augenflimmern oder Schweißausbrüchen. Eine zu trockene Luft wirkt sich für gewöhnlich ungünstig auf die Atemwege aus. Eine zu geringe Luftfeuchtigkeit kann darüber hinaus zu Augenbrennen führen.

Weblinks: www.klimagriff.de

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