Sind Schimmelsporen in der Luft eine heimliche Gefahr?

Niedere Lebewesen bedienen sich in der Regel einer anderen Art der Vermehrung. Schimmelpilze bilden Sporen, die über eine hohe Resistenz gegen die biologische Zersetzung verfügen. Wenn nötig, schalten sie ihren Stoffwechsel aus und sind in diesem Zustand nicht auf Wasser, Luft und Nährstoffe angewiesen.

Die Zellwände sind so robust, dass das Innere nicht austrocknen kann. Aufgrund dieser Vorkehrungen für den Extremfall, stoßen Archäologen bei ihren Ausgrabungen immer wieder auf uralte Sporen, die Aufschluss über die damaligen Umweltbedingungen geben.

Die Ausbreitung von Schimmelsporen in der Luft kann für uns Menschen ein gesundheitliches Risiko bedeuten

Krankheiten durch Schimmel lassen sich vermeiden

Schimmelsporen können durch ein Labor nachgewiesen werden

  • Die Fortpflanzung von Schimmelpilzen geht ungeschlechtlich vonstatten. Anstelle einer Befruchtung mit männlichen und weiblichen Geschlechtszellen, bringen Schimmelpilze Sporen hervor, die sich an den Enden der fadenförmigen Pilzzellen entwickeln. Es handelt sich dabei um winzige, rundliche Gebilde, deren Durchmesser meist unterhalb von 10 µm liegt.
  • Aufgrund der geringen Größe können Sporen in der Luft schweben und mit der Atemluft das Innere eines menschlichen Körpers erreichen. Befindet sich die Luft nicht mehr in Bewegung, sinken die Sporen herab, denn sie sind schwerer als Luft. Treffen sie dabei auf ein günstiges Milieu, kommt es zur Schimmelbildung.

Das Auftreten von Schimmelsporen

Der beste Schutz vor Schimmelsporen wird durch die Vermeidung von Schimmel in der Wohnung erreicht. Wo keine Schimmelpilze wachsen, lässt sich eine hohe Sporenbelastung ausschließen.

In der Natur sind Schimmelpilze zur Zersetzung organischen Materials unentbehrlich. Sie bilden kein Chlorophyll und kommen deshalb ohne Sonnenlicht aus. Dafür brauchen sie Kohlenstoff, den sie aus den organischen Materialien ziehen. Mehr zum Thema: Was Schimmelsporen eigentlich genau?

In der Außenluft ist immer eine gewisse Konzentration an Schimmelsporen vorhanden. Die Menge richtet sich nach Jahreszeit, Klima, Temperatur und Lage. Damit die Vermehrung funktioniert, setzen Schimmelpilze auf Quantität. Um die Menge an Schimmelsporen messen zu können, bedarf es Probenahmen.

Schimmelsporen in der Raumluft

Durch das Öffnen der Fenster gelangen Sporen in Wohnräume. Normalerweise bergen sie keine Gefahr. Treffen sie jedoch auf perfekte Lebensbedingungen, beginnen sie sofort mit der Vermehrung. Feuchte Wände fallen genauso unter die begehrten Besiedelungsplätze wie nasse Stellen und überreifes Obst und Gemüse.

Eine Luftfeuchtigkeit über 60 % und Temperaturen zwischen 20° und 30° C gelten zur Entstehung von Schimmel als optimal. Wenn sich innerhalb der Wohnung keine Produktion von Schimmelsporen vollzieht, besteht kein Anlass zur Sorge. Falls nötig, reduzieren Luftreiniger die Anzahl an Schimmelsporen auf ein normales, unbedenkliches Maß.

Schimmelsporen messen

Zur verbindlichen Feststellung der Menge an Schimmelsporen in der Raumluft stehen drei Verfahren zur Verfügung:

  1. Sedimedationsverfahren:
    Mit Nährgrund angereicherte Schalen werden im Raum aufgestellt. Die Fenster sollten vorher 12 Stunden lang geschlossen bleiben. Um eine Luftbewegung zu erreichen, die Sporen mit sich trägt, empfiehlt sich das Wedeln mit einem Handtuch. Nach einer Stunde erfolgt das Verschließen der Behälter. Die Probenahme wird anschließend an ein Labor geschickt, das eine Analyse erstellt.
  2. Luftkeimmessung:
    Ein Gerät zur Luftkeimsammlung saugt Raumluft an und leitet Sporen an ein Nährmedium weiter. Auch hier ist eine anschließende Laboruntersuchung nötig.
  3. Kontaktproben:
    Diese Messung, die auch Abklatschuntersuchung genannt wird, setzt einen bereits vorhandenen Schimmelbefall voraus. Testplatten müssen auf den Schimmel gedrückt werden, damit Sporen daran kleben bleiben. Die Auswertung erfolgt ebenfalls im Labor.Anlässlich der genauen Untersuchung der Proben, fertigt das beauftragte Labor einen Bericht über die vorhandene Sporenkonzentration an. Meist zählt bei einer hohen Belastung die Auflistung von Lösungsmöglichkeiten für das Problem zum Service.

Mit einem Luftreiniger Schimmelsporen abtöten

Liegt die Sporenansammlung über der Norm, steht als nächster Schritt das Aufspüren von Schimmelpilzen und ihre Beseitigung an. Bei hohen Sporenkonzentrationen leistet ein Luftreiniger gute Dienste. Das Gerät filtert Schimmelsporen aus der Luft und leistet zuverlässige Arbeit beim Schimmelsporen abtöten.

Darüber hinaus fangen qualitativ hochwertige Produkte Viren, Bakterien, Pollen, Feinstaub und andere Kleinstpartikel auf. Die Hersteller versprechen, dass ihre Erzeugnisse die Raumluft zu 99 % von schädlichen Teilchen befreien. Luftreiniger unterstützen demzufolge auch der Verhütung von Schimmel und Ansteckungen mit Krankheiten, die von Erregern ausgehen.

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