Schimmel in der Küche

In der Küche herrschen ideale Bedingungen für Schimmel, aber …

Schimmel in der Küche muss nicht sein! Die Küche zählt zu den Räumen, in denen ein erhöhtes Feuchtigkeitsaufkommen mehr oder weniger zur Normalität gehört. Die Dampfentwicklung beim Kochen und beim Öffnen der Spülmaschine nach dem Spülvorgang lässt sich nicht vermeiden.

Kochen und Backen tragen zudem zu einer höheren Zimmertemperatur bei, so dass die warme Luft viel Feuchtigkeit in sich aufnehmen kann. Trifft sie auf kühlere Flächen, gibt sie Wasser ab und die Rahmenbedingungen für Schimmelpilze sind geschaffen.

Wo ist Schimmel in der Küche zu finden? Welche Bereiche sind anfällig?

Alte Küche mit Schimmel behaftet

Eine alte Küche bietet oft Potenzial für Schimmel

Der Küchenschimmel wird häufig erst bei großen Säuberungsaktionen, wie etwa beim alljährlichen Frühjahrsputz, entdeckt, denn er sitzt zumeist an versteckten Plätzen. Die Bereiche rund um die Dunstabzugshaube, in der Nähe des Mülleimers, hinter den Küchenschränken und unterhalb der Spüle sind besonders gefährdet. Schimmel tritt auch auf Lebensmitteln auf, deshalb kann das Kühlschrankinnere ebenfalls betroffen sein.

Die Ursachen für Schimmel in der Küche

In der Nähe des Herdes ist der Auslöser des Schimmels beim Kochen zu suchen, besonders dann, wenn auftretender Dampf nicht von einer Dunstabzugshaube ins Freie geleitet wird. Unterhalb der Spüle können undichte Leitungen oder an der Spüle herabtropfendes Wasser der Grund für Schimmelbildung sein.

Hinter den Schränken fehlt wahrscheinlich die nötige Luftzirkulation, was das Gedeihen von Schimmel begünstigt. Alt gewordene Lebensmittel tragen oftmals Schimmelsporen in sich, was die Umgebung um den Abfalleimer besonders anfällig für Schimmel macht. Auch die heutige energiesparende Bauweise kann Schimmelbildung in Küchen hervorrufen. Und zwar genau dann, wenn die Luftfeuchtigkeit durch zu starke Dämmung und fehlende oder falsche Lüftung nicht ins Freie gelangen kann.

Die Luftfeuchtigkeit in der Küche im Auge behalten

Der Raum, in dem gekocht wird, zählt zu den Wohnbereichen mit hoher Schimmelgefährdung. Lediglich im Badezimmer besteht ein noch größeres Schimmelrisiko wegen der Nebelschwaden, die beim Duschen und Baden entstehen.

Ausgiebiges Lüften hilft, damit sich in Küchen kein Schimmel bildet. Im Sommer sollten jedoch die Fenster während des Tages geschlossen bleiben. Je wärmer die Luft, desto mehr Feuchtigkeit kann sie in sich speichern. Die heiße Sommerschwüle hat sogar jede Menge Wasser im Gepäck. Passiert extrem feuchtigkeitsgetränkte Warmluft die Fenster und prallt auf die kühleren Innenwände, kommt es zur Kondensierung.

Das daraus resultierende Wasser bleibt auf der Wand haften und bietet einen perfekten Nährboden für Schimmelpilze. Während sommerlicher Temperaturen sollte sich das Lüften auf die frühen Morgen- und späten Abendstunden beschränken, damit die feuchte Tageshitze draußen bleibt.

Schimmel im Kühlschrank

Schimmelpilze fühlen sich an warmen Orten am wohlsten. Sie begnügen sich aber auch mit niedrigeren Temperaturen, wenn sie ansonsten ihre Idealbedingungen vorfinden. Küchenschimmel offenbart sich bisweilen Im Kühlschrank, weil dort immer eine gewisse Feuchtigkeit herrscht. Sind auch noch Essensrückstände vorzufinden, stoßen Schimmelpilze auf ein nahezu optimales Milieu. Sie wachsen aufgrund der Kälte lediglich etwas langsamer,

Wo bildet sich im Kühlschrank am häufigsten Schimmel?

  • Auf der Gummidichtung an der Kühlschranktür (v. a. in den Ecken und Falten)
  • Am Wasserüberlauf, der das an der Rückwand kondensierende Wasser auffängt
  • Im Flaschenfach aufgrund von klebrigen Rändern unter Milchtüten, Saftflaschen und anderen Getränken
  • An den Ecken und Seiten der Glaseinlegeböden
  • In bereits angebrochenen Joghurt-, Frischkäse- und sonstigen Lebensmittelpackungen

Schimmel im Kühlschrank entfernen

Hygienisches Putzen des Kühlschranks muss unbedingt das Herausnehmen und Abwaschen aller Türfächer, Schubladen und Ablagen beinhalten. Nur im komplett leeren Zustand lassen sich alle Bereiche im Kühlschrank, auch die Fugen, problemlos erreichen.

Chemische Schimmelbekämpfungsmittel sind für das Innere des Kühlschranks unpassend, denn ihre Ausdünstungen würden sich auf die Lebensmittel übertragen.

Viel besser eignet sich eine Lösung aus Wasser und Essig oder medizinischer Alkohol (siehe auch: Hausmittel zur Schimmelbekämpfung). Diese Substanzen töten sämtliche Schimmelpilze und Sporen ab, ohne danach im Kühlschrank gelagerte Nahrung in Mitleidenschaft zu ziehen. Eine gründliche Reinigung des Kühlschranks zur Vorbeugung von Schimmel sollte alle 4-6 Wochen stattfinden.

Schimmel auf Obst

Mit Schimmel ist nicht zu spaßen, insbesondere wenn er sich Nahrungsmittel als Lebensgrundlage ausgesucht hat. Essbare Früchte sind gesund und mit einem köstlich angerichteten Obstkorb in der Küche oder im Esszimmer greifen alle Familienmitglieder gerne zu.

Bei einer etwas längeren Lagerung bilden sich aber nicht selten Beläge in weißer, gräulicher oder grüner Farbe auf den Früchten. Schimmel wegschneiden genügt nicht, denn Schimmelpilze durchziehen das Obst mit unsichtbaren Fäden, die toxische Inhaltsstoffe besitzen. Wenn sich auf der Oberfläche pelzige Stellen präsentieren, ist in der Regel schon die gesamte Frucht verdorben.

Fazit:

Das Verzehren von Schimmelpilzgiften kann Leber und Nieren schädigen und die Krebsgefahr erhöhen. Es empfiehlt sich deshalb dringlich, eine Frucht mit Schimmel, selbst wenn es sich nur um eine kleine Fläche handelt, komplett in die Mülltonne zu werfen. Das restliche Obst kann ebenfalls Schaden genommen haben, deshalb lieber alles kontrollieren und aussortieren, damit sich der Schimmel in der Küche nicht weiter ausbreitet.

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