Die Luftfeuchtigkeit in Räumen senken durch den Einsatz eines Kaminofens

Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit in der Wohnung verursacht unter Umständen Schimmelbildung an Wänden und Decken. Mit richtigem Lüften lässt sich die Luftfeuchte senken. Es dauert allerdings eine geraume Zeit, bis ein Erfolg auf Dauer eintritt.

Rascher geht es mit einem Entfeuchtungsgerät. Der Handel bietet zwei Varianten an: Granulat mit hygroskopischen Eigenschaften saugt sich bei der einfacheren Ausführung mit Wasser voll. Das körnige Material im Behälter muss nachgefüllt werden, sobald es komplett durchnässt ist. Elektrische Raumentfeuchter, die der Luft Feuchtigkeit entziehen, verfügen über eine höhere Effizienz.

Ein Kaminofen kann erheblich zur Reduzierung der Luftfeuchtigkeit in Räumen beitragen

Optimale Luftfeuchtigkeit regelmäßig messen

Die optimale Luftfeuchtigkeit regelmäßig mit einem Hygrometer messen

Häufig besteht immer noch die Meinung, dass die Zentralheizung eine zu trockene Luft in der Wohnung verursacht. Dazu sind Heizkörper aber nicht imstande. Sie können weder Nässe in sich aufnehmen, noch führen sie Feuchtigkeit nach draußen ab.

Völlig anders verhält es sich mit einem an einem Kamin angeschlossenen Ofen. Es muss sich allerdings um einen raumluftabhängigen Kaminofen handeln, der sich am Sauerstoff der Wohnung bedient. Um ein Feuer zu entfachen, bedarf es drei Komponenten: Sauerstoff, brennbares Material und Entzündungswärme, wobei beim Letzteren ein Funkenschlag genügt.

Luft und Brennstoffe halten die weitere Verbrennung aufrecht. Bei einer zu hohen Raumfeuchtigkeit wird wasserdampfgesättigte Luft in die Verbrennungskammer gezogen und über den Kamin ins Freie befördert. Ein Kaminofen funktioniert demzufolge wie ein Entfeuchtungsgerät und wirkt einer hohen Raumfeuchtigkeit entgegen.

Richtiges Lüften im Winter

Feuchte Räume lassen sich außerdem meistens mit vorschriftsmäßigem Lüften vermeiden. Im Idealfall wird das Lüften der jeweiligen Jahreszeit angepasst. Während im Sommer möglichst keine schwül-warme, mit Feuchtigkeit getränkte Mittagsluft von draußen in die Wohnung gelangen soll, empfiehlt sich im Winter eine andere Vorgehensweise:

  • Bei einer 10 bis 15 Minuten langen Lüftung kühlen die Wände nicht aus. Der Energieverlust hält sich dadurch in Grenzen.
  • Diese Stoßlüftung im Winter möglichst alle 2 Stunden ausführen.
  • Fenster während der kalten Jahreszeit zum kurzen Lüften immer komplett öffnen. Bei gekippten Fenstern vollzieht sich in der Wohnung ein ungenügender Luftaustausch, was eine zu hohe Luftfeuchtigkeit in Räumen begünstigt. Dauerkippen der Fenster treibt die Heizkosten in die Höhe.
  • Während des Lüftens die Heizung drosseln, sonst wird zum Fenster hinaus geheizt.
  • Im Bad immer gleich nach erfolgter Dampfentwicklung durch Duschen oder Baden lüften. Die Türe dabei geschlossen halten, damit die Feuchtigkeit nicht in die Wohnung zieht.
  • In der Küche direkt nach der Essenszubereitung die Fenster kurz öffnen, so dass Kochdunst und Gerüche entweichen.
  • Da im Schlafzimmer die Raumfeuchtigkeit morgens besonders hoch liegt, weil wir beim Schlafen mit der Atmung Wasser an die Luft abgeben, sollten die Fenster nach dem Aufstehen geöffnet werden. Für Frischluft in der Nacht sorgt zusätzliches Lüften vor dem Zubettgehen.

Die Luftfeuchtigkeit in mit Kaminöfen beheizten Räumen

Holz-, Öl-, Kohle-, Kachel- und sonstige Kaminöfen reduzieren die relative Luftfeuchtigkeit in Räumen bis zur Hälfte im Vergleich mit der sonst üblichen Luftfeuchte in einer mit Zentralheizung erwärmten Wohnung.

Viele Kaminöfen werden zum Zuheizen bzw. zur Entlastung der Heizung genutzt. Oftmals gibt der Ofen mehr Wärme ab, als im betreffenden Raum benötigt wird. Durch die höhere Zimmertemperatur kann die Luft mehr Wasser in sich aufnehmen, ohne dass sie kondensiert, was einen weiteren Faktor zur Verhütung von Schimmelpilzen darstellt.

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