So schützen Sie Ihre Holz-Gartenmöbel vor Schimmel und Stockflecken

Feuchtigkeit in Räumen leistet Schimmelbildung Vorschub. Was innerhalb des Hauses zutrifft, lässt sich auf die Wohnbereiche im Freien übertragen. Sind Gartenmöbel einer hohen Feuchtigkeit ausgesetzt, besteht gleichfalls ein erhöhtes Risiko für Schimmel und Stockflecken.

Im Laufe des Sommers trocknen Holz-Gartenmöbel nach einem Regenguss relativ schnell wieder ab. Doch in der kalten und nassen Jahreszeit wirken sich häufige Niederschläge und ein ständig feuchtes Klima unvorteilhaft auf Sitzgruppen und andere Gartenelemente aus.

Um Holz-Gartenmöbel vor Schimmel und Stockflecken zu schützen, bedarf es v. a. eine materialverträgliche Überwinterung

Der Herstellungsprozess beinhaltet in der Regel bereits eine Behandlung, damit das Holz schlechten Wetterumständen trotzt. Entsprechende Schutzmittel halten sowohl Schimmelpilze als auch tierische Schädlinge von Holz-Gartenmöbeln fern. Bei extremen Bedingungen lässt die Leistungsfähigkeit der Wirkstoffe jedoch rasch nach. Die Widerstandskraft der Möbel hängt zudem von der Art des Holzes ab. Harthölzer, wie Buche, Eiche, Esche, Nussbaum, Lärche, Robinie und Teak, sind gegen die negativen Einwirkungen der Witterung erheblich besser gewappnet.

Schäden durch Bläuepilze

Bei im Freien befindlichem Holz tritt vermehrt die Blaufäule in Erscheinung. Bläulich-graue Punkte auf der Oberfläche sind ein sicheres Indiz für Bläuepilze. Sie greifen zwar nicht die Holzzellen an, denn sie ernähren sich vorwiegend von den nährstoffhaltigen Parenchymzellen, machen aber Holzoberflächen unansehnlich.

Darüber hinaus fungieren sie als Wegbereiter für andere Schimmelarten. Nadelhölzer sind besonders anfällig. Eine erhöhte Holzfeuchtigkeit fördert die Entstehung von Holzbläue. Durch eine fachgerechte Grundimprägnierung, idealerweise mit umweltverträglichen Substanzen, wird effektiv vorgebeugt. Sind Hölzer bereits infiziert, helfen für gewöhnlich nur noch mit Giftstoffen angereicherte Präparate.

Gartenbank aus Holz vor Schimmel und Stockflecken schützen
Holz-Gartenmöbel sicher durch den Winter bringen

  1. Vor der Einlagerung sollten die Gartenmöbel nochmals gründlich gesäubert werden. Bleibt Schmutz längere Zeit haften, setzt er sich umso tiefer fest und im Frühjahr ist ein größerer Aufwand nötig. Es handelt sich wahrscheinlich hauptsächlich um Staub, Pollen, Vogelkot, Sonnencremeflecken sowie Getränke- und Essensrückstände.
  2. Zur Reinigung eignet sich Seifenlauge am besten. Für hartnäckigen Schmutz kommt eine Bürste zum Einsatz. Dabei auf Bewegungen in Richtung der Maserung achten, um die Fasern zu schonen. Eine Alternative stellt ein Hochdruckreiniger dar. Anschließend mit einem weichen Tuch abwischen und für optimales Trocknen des Holzes sorgen.
  3. Schrauben und Scharniere festziehen und nachfetten, damit sie nicht rosten. Auf Holz gelangtes Schmierfett sofort entfernen, damit sich keine dauerhaften Flecken bilden.
  4. Um Risse und Absplitterungen zu vermeiden, empfiehlt sich das regelmäßige Einlassen mit einem Pflegeöl. (Eventuell Leinöl – doch Vorsicht: Mit Leinöl beschmierte und zusammengeknüllte Lappen können sich selbst entzünden. Deshalb entweder zum Trocknen aufhängen oder in Wasser einweichen und entsorgen.) Teakholz kommt meist ohne ölhaltige Pflege aus. Bereits stellenweise abgeblättertes Holz wird mittels Abschleifen wieder glatt.
  5. Um Holz-Gartenmöbel vor Schimmel und Stockflecken zu bewahren, benötigen sie zur Überwinterung einen trockenen Platz. Infrage kommen Garagen, Gartenhäuser, Keller, Dachböden oder Schuppen.

Bei Holz-Gartenmöbeln besser auf Schutzhüllen für den Winter verzichten

Der Handel bietet passende Schutzhüllen für Gartenmöbel an. Oftmals heißt es, mit dieser Ausstattung können Gartenmöbel den gesamten Winter draußen bleiben. Das mag für Kunststoff oder Aluminium zutreffen, für Elemente aus Holz sind Schutzhüllen zur Überwinterung im Freien untauglich. Dauerhafte Feuchtigkeit von unten schadet dem Holz.

Die Tisch- und Stuhlbeine saugen sich mit Wasser voll und fangen leicht an zu schimmeln, zumal die wetterfeste Ummantelung keinen Luftaustausch ermöglicht. Schwitzwasser, das sich unter der Kuppel bildet, tropft zudem auf die Möbel herab. Gartenmöbelhüllen erweisen sich bei Regen und Hagel als äußerst praktisch, sollten aber Holzelemente niemals über längere Zeit überdecken.

Schimmel und Stockflecken auf Holz-Gartenmöbeln bekämpfen

Oberflächlicher Schimmel verschwindet durch Abschrubben oder während des Einsatzes eines Dampfstrahlers. Bereits ins Holz eingedrungener Schimmel lässt sich durch Abschleifen beseitigen. Gegebenenfalls macht die Anwendung eines Anti-Schimmel-Pflegemittels für Holzmöbel Sinn. Nach der Schimmelentfernung muss das Holz sehr gut abtrocknen. Ein nicht mehr dem Regen ausgesetzter Platz schützt die Gartenmöbel zukünftig vor Nässe und vor einer erneuten Ausbreitung des Schimmels.

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